Sonntag, 14. Februar 2010

Trailer: Black Dynamite

Black Dynamite - das ist der Titel eines hoffentlich sehr bald auf DVD erscheinenden Blaxploitation Spoofs. Ich konnte zwar mit dem Genre nie wirklich viel anfangen und kenn ehrlich gesagt auch nur wenige, äh, Perlen wie z.B. "Black Gestapo", aber diese Persiflage/Hommage verspricht wirklich was zu taugen. Trailer ab!



Im neuen Fenster (mit Rechtsklick) öffnen: http://www.youtube.com/watch?v=6-wqmnJrOFM

IMDB-Link: http://www.imdb.com/title/tt1190536/

Donnerstag, 11. Februar 2010

Review: Ein superheisses Ding

Ein superheißes Ding
Originaltitel: Double Agent 73
USA
Jahr: 1974
Laufzeit: 74 Minuten
FSK 18

Regie: Doris Wishman
Genre: Agentenfilm / Erotik / Melodrama

Plot: Jane Tennay ist Geheimagentin. Ihr neuester Auftrag: Der Drogenbaron „Toplar“, von dem nicht mehr bekannt ist als sein Name und dass er eine Narbe hinter dem Ohr hat, muss aus dem Verkehr gezogen werden. Bisher war jeder Versuch dem Schuft auf die Schliche zu kommen wenig fruchtbar und hat nur zu jeder Menge nun toten Agenten geführt. Diese hatten allerdings auch nicht eine so enorme Oberweite wie Jane Tennay! Ihr wird nämlich für diesen Auftrag eine Kamera in die Brust implantiert, da es wesentlich unauffälliger ist, mit riesigen Brüsten herumzurennen und diese bei Bedarf zu entblößen, als eine furchtbar unhandliche Handkamera mitzuschleppen.
Janes Auftrag ist nun die Ermordung verschiedener Verdächtiger, die nach getaner Arbeit fotografiert werden sollen. Von den Fotos erhoffen sich Janes Arbeitgeber sachdienliche Hinweise, um auf die Spur von Oberschuft Toplar zu kommen. Doch haben sie, wie sich erst später rausstellt, auch für eine „Lebensversicherung“ gesorgt: Da, wenn Jane nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ihren Auftrag ausgeführt hat und zurückgekehrt ist, anzunehmen ist, dass sie sich mit ihren sensiblen Fotos (in der Titte) in Gefangenschaft befindet, wurde ihr noch gleich eine Bombe mit dazu implantiert.. Oh man.

Spannung: 2/10
Atmosphäre: 1/10
Action: 2/10
Humor: 2/10
Anspruch: 0/10
Unterhaltungswert: 4/10 (6/10 mit Bier und Freunden)

Cast: 2/10
Score: 5/10
Screenplay: 3/10
Produktion: 3/10
FX: -/10
Gore: 1/10
Synchro: schlecht (furchtbar/schlecht/mäßig/ok/gut/ausgezeichnet)
Mainstream: Nein

Kurzinhalt:
  • Brust-Fotoapparat: 100%
  • Brust-Bombe: 100%
  • Brust-Brust: 183%
Bewertung: Die 2002 verstorbene und für abstruse Filmideen bekannte Regie-Oma Doris Wishman [Info] war Autodidaktin und, soviel sei gesagt, das merkt man ihren Filmen auch deutlich an. Dilettantische Kameraschnitte und Dialoge, bei denen es einem die Schuhe auszieht, können bei Wishman, manchmal auch als „weiblicher Ed Wood“ bezeichnet, wohlwollend als Stilmittel betrachtet werden. Und so ist auch Double Agent 73, wie schon der Vorgänger (Titel: „Teuflische Brüste“, ich brech ab...), ein durch und durch bescheuertes Sexploitation-Machwerk, dessen hanebüchene Story einzig den Zweck hat, Hauptdarstellerin Chesty Morgan möglichst viel Gelegenheit zu geben, ihre monströsen Brüste auszupacken. Zum fotografieren wird schnell die Brust rausgeholt, der eine Arm gehoben, mit dem anderen die Brust gedrückt *squeeze* - und tada! Ebenso albern ist der originale Filmtitel: eine pubertäre Anspielung auf Morgans Brustumfang von 73 inch, was in etwa 183cm (Körbchengröße Korbgröße FF) entspricht - also durchaus gewaltig. Chesty Morgans schauspielerische Leistung tut dabei ihr übriges, sie ist entweder auf Droge oder schlafwandelt, genau lässt sich das nicht sagen. Aufgrund ihres starken polnischen Akzents wurde sie zudem nachsynchronisiert, was aber auch so kein unübliches Vorgehen Wishmans war – gerettet wird dadurch allerdings auch nichts mehr.


So etwas wie Erotik kommt an keiner Stelle auf (allein die Haare, gottohgott), die Story ist zum Heulen, von den Sets kriegt man Augenkrebs, die Schauspieler sind unterirdisch, ebenso wie Schnitt und Kamera - und zudem klaffen an allen Ecken und Enden derartige Logiklücken, dass man am liebsten in den Tisch beißen oder seinem Sitznachbarn eine runterhauen möchte, einfach so. Ein Beispiel: eine der Zielpersonen ist gerade mit seiner Freundin/Gespielin/whatsoever zu Gange. Diese verschwindet kurz ins Bad und Jane schleicht sich, die Brüste mit Gift bepinselt, zu dem Ahnungslosen ins Bett, ihm ihren Busen ins Gesicht drückend. Dass seine angebliche Freundin nun ungefähr 10-20 mal größere Eumel hat als vorher, bemerkt er natürlich nicht, und so beginnt er liebestoll damit, die Giftbojen abzuküssen. Männer halt.

Fazit: Ein Muss für Exploitation Fans, eine Bereicherung für Filmfreunde, für alle anderen immerhin eine „Erfahrung“. Gut macht dieser Film eigentlich überhaupt nichts, in größeren Runden mit der richtigen Einstellung und ein, zwei, fünfzehn Bierchen ist „Ein superheisses Ding“ aber immer für ein paar Lacher gut!

3.5/10

Artverwandtes / Für Freunde von:
Teuflische Brüste (orig. Deadly Weapons)

Mittwoch, 10. Februar 2010

News / "Programmvorschau"






So oder so ähnlich sehen Logos aus, wenn unterbezahlte Mediendesigner keinen Bock haben und so müsste wohl langsam auch das Logo dieses Blogs aussehen, wenn nicht bald mal der Fokus weniger auf Arthouse und (teils doch recht kommerziellen) erfolgreich-bekannten Filmen liegt. Gerade Exploitation kam hier doch bislang viel zu kurz und wir sind hier doch nicht bei Arte. Also, für die Zukunft gebloge gelobe (ha) ich Besserung. Ehrlich.

Für die allernächste Zukunft bekommen daher u.a. ein wahnwitziger Sexploitation Knüller und vermehrt Zombiefilme Raum und Reviews spendiert! Freuet euch, Hosianna in der Höh.

Hinweise zum Bewertungssystem

Ein paar Worte zum Bewertungssystem. Sämtliche (Unter-)Bewertungen, insbesondere die für Atmosphäre, Anspruch usw., sind vornehmlich subjektiv und entsprechen einer „Moment-Wahrnehmung“. Denn es ist schwer bis unmöglich, für diese feste und verbindliche Kriterien zu finden und festzulegen. Die Zahlenwerte sind daher mehr als Tendenz meines Empfindens, zu eben diesem Zeitpunkt, und nicht als Vergleichswerte zu verstehen, auch wenn ich natürlich versuche diese untereinander abzugleichen. Es kann aber folglich auch durchaus vorkommen, dass ein Film mit der, im Vergleich zu einem anderen Film, schlechteren Atmosphäre die bessere Wertung in diesem Punkt erhalten hat. Hinzu kommt zudem, dass sich Filme verschiedener Genres oft schlecht vergleichen lassen. Ein "Day of the Dead" kann daher eine höhere Wertung als ein Arthouse Film haben, ob der eine besser oder schlechter als der andere ist, lässt sich hier nur bedingt ablesen.

Zudem sei angemerkt, dass eine Punktwertung von z.B. 3/10 unter „Humor“ nicht zwingend bedeutet, dass der Humor des Films schlecht ist, sondern es kann auch heißen, dass hier der Fokus eben nicht auf Humor liegt. Ein hoher Wert bei Humor kann aber auch für unfreiwilligen Humor stehen, etwa wenn ein Film so Panne daherkommt, dass er schon wieder gut ist.

Einfach zusammengefasst: Punktwertungen von
  • 0 stehen für furchtbar / nicht vorhanden (im letzteren Fall dann oft auch weggelassen), 
  • 1-3 für „furchtbar / wenig“, 
  • 4-6 für „mittelmäßig“, 
  • 7-8 für „gut / viel“, 
  • 9-10 für „Top“, 
und beschreiben (schwammige) die ungefähre Richtung.


Für die endgültige Punktwertung gilt allgemein folgende Lesweise:
  • 0-3: Absoluter Schund. Nur für Die-Hard Trash Fans, die wissen was sie erwartet.
  • 4-5: Diese Filme haben deutliche, nicht zu übersehende Schwächen.
  • 6-7: Kein großes Kino, aber für Genrefans gute Unterhaltung.
  • 8-9: Topfilme, die auch über Genregrenzen hinaus Freunde finden.
  • 10: Meilensteine!

Dienstag, 9. Februar 2010

Our days are numbered.

Samstag, 6. Februar 2010

Review: Audition

Audition
Originaltitel: Ōdishon
Japan
Jahr: 1999
Laufzeit: 115 Minuten
FSK KJ

Regie: Takashi Miike

Genre: Horror/Thriller

Plot: Shigeharu Aoyama ist Witwer und alleinerziehender Vater eines Sohnes. Sieben Jahre nach dem Tod seiner Frau sind beide der Meinung, dass es für ihn an der Zeit ist, sich eine neue Frau zu suchen. Ein Freund und Fernsehproduzent überredet Shigeharu zu diesem Zweck und unter dem Vorwand eines Fernsehcastings, ein Vorsprechen (Audition) zu veranstalten. Dabei lernt Shigeharu die junge und zerbrechlich wirkende Asami kennen und tatsächlich verlieben sich beide ineinander. Doch immer wieder tauchen Ungereimtheiten in Asamis Vergangenheit und Umwelt auf und schliesslich, mitten in der Nacht, ist Asami verschwunden..

Spannung: 8/10
Atmosphäre: 9/10
Action: 3/10
Humor: 2/10
Anspruch: 7/10
Unterhaltungswert: 8/10

Cast: 8/10
Score: -/10
Screenplay: 8/10
Produktion: 8/10
FX: 5/10
Gore: 5/10
Synchro: gut (furchtbar/schlecht/mäßig/ok/gut/ausgezeichnet)
Mainstream: Nein

Kurzinhalt:
  • Verstörende Traumsequenzen: 50%
  • Unerträgliches Knochenknirschen: 70%
  • Gefährliche Liebschaften: 100%

Bewertung: "Horror" ist als Genre für einen Film wie Audition zu restriktiv. Miike schafft es in Audition mit ruhigen Bildern den Horror subtil aufzubauen und erreicht dabei eine ganz andere Qualität als die meisten Genrevertreter. Und so mehren sich erst nach und nach die Ungereimtheiten, wenn Shigeharu Aoyama auf eigene Faust Nachforschungen anstellt und versucht, sich ein Bild von seiner neuen Geliebten zu machen. Zunächst sind es nur Andeutungen auf unheimliche und grausige Ereignisse, die sich jedoch später in albtraumhafte Sequenzen surrealer Farbgebung und Kameraperspektiven steigern. Wenn Asami schliesslich mit fast übernatürlicher Präsenz im Haus der Aoyamas zum blutigen und verstörend grausamen Finale startet, ist längst nicht mehr klar, was nun real ist und was eventuell nicht: Miike lässt geschickt die Möglichkeit offen, ob die grausigen Ereignisse nicht nur, aufgrund der widersprüchlichen und unheimlichen Vergangenheit Asamis, ein Albtraum Shigeharus sind oder furchtbare Wirklichkeit.


Fazit: Ich brauche gar nicht viel zu schreiben, denn ohne Zweifel: Audition ist Takashi Miikes Meisterwerk und einer der besten Filme der letzten zwanzig Jahre - für mich sogar einer der besten Filme, die jemals gedreht wurden. Audition ist subtiler Horror wie aus dem Lehrbuch, in jeder Hinsicht perfekt.

10/10

Artverwandtes / Für Freunde von:
A Tale of two Sisters 
Shutter – Sie sind unter uns
Cure (Kyua)

Review: Izo

Izo
Originaltitel: Izo
Japan
Jahr: 2004
Laufzeit: 123 Minuten
FSK KJ

Regie: Takashi Miike
Cast: in einer Gastrolle: Takeshi Kitano

Genre: Tragödie

Plot: Im feudalen Japan wird der Massenmörder Izo öffentlich hingerichtet. Doch seine von Hass zerfressene Seele findet keine Ruhe und so reinkarniert bzw. fällt Izo buchstäblich fortan durch den Strudel der Epochen, metzelt sich, zerrissen von Trauer und Hass, durch nicht endenwollende Gegnerhorden, kämpft verbissen gegen jede Obrigkeit und fordert schlussendlich sogar Gott heraus.

Spannung: 6/10
Atmosphäre: 7/10
Action: 6/10
Humor: 2/10
Anspruch: 7/10
Unterhaltungswert: 6/10

Cast: 7/10
Score: -/10
Screenplay: 8/10
Produktion: 7/10
FX: 5/10
Gore: 6/10
Synchro: mäßig (furchtbar/schlecht/mäßig/ok/gut/ausgezeichnet)
Mainstream: Nein

Kurzinhalt:
  • Philosophisches Zeitreisen und Köpfe abschlagen: 100%
  • Spannungsbögen: 0% 
  • Was-zum-Teufel-passiert-hier?: 100%

Bewertung: Takashi Miikes "Izo" als Splatter abzutun, wird dem Film nicht gerecht. Die ausufernde Gewalt ist hier mehr als nur dem Selbstzweck dienlich, sie dient nicht nur der Geschichte und illustriert sie, sie IST die Geschichte. Izo, der personifizierte Hass, wird wieder und wieder geboren, stets getrieben von Trauer und Schmerz. Auf seiner Reise verpasst er schliesslich seine Chance auf Erlösung, verliert den letzten Rest alles menschlichen, wird zu einer Art Dämon und setzt sich über alle Naturgesetze hinweg um sich schliesslich sogar gegen Gott aufzulehnen. Miike verzichtet dabei weitestgehend sowohl auf einen roten Faden als auch auf einen Spannungsbogen. Gerade die ruhigen Szenen ziehen sich dabei äusserst oft in die Länge und strapazieren die Geduld des Zuschauers, der immerhin, trotz geringen Budgets und einfachen Mitteln, mit teilweise wunderschönen und stimmungsvollen Bildkompositionen verwöhnt wird. Mir fehlte aber auch ein wenig die Tiefe: gerade bei der recht langen Laufzeit und den vielen, scheinbar sinnlos aneinander gereihten Sequenzen und dem fehlenden Spannungsbogen, wirkt Izo schnell (und ungerechtfertigt) oberflächlich und es drängt sich unmittelbar das Adjektiv "pseudophilosophisch" auf: die "Hauptidee" ist schnell ausgemacht und vieles drumherum wirkt oft aufgesetzt - und das hat Izo nicht verdient. Denn tatsächlich wird hier eine grandiose Geschichte erzählt, die existenzieller kaum sein könnte und an die großen Tragödien erinnert. Etwas Gefühl für Dramaturgie oder 20 Minuten weniger, Takashi Miike hätte es in der Hand gehabt, seinen Film zugänglicher zu machen, aber das lag wohl auch gar nicht in seiner Absicht. Schade, denn so wird er auch manchem durchaus gewillten Zuschauer zu unbequem.



Fazit: Izo ist kein Metzelfilm, sondern nicht weniger als ein episches Gleichnis. Wenn also das oben Geschriebene zu negativ für die Punktwertung klingt, dann liegt es einzig daran, dass ich mich nicht so für Izo begeistern kann, wie ich es gerne würde. Für mich war Miikes Izo auf gutem Weg ein großes Werk der Filmkunst zu werden und scheiterte dann doch. Grandios und doppelbödig bebildert, kann er mich doch als Film nicht ganz überzeugen, denn die eigentlich interessante Geschichte zieht sich durch unnötig viele Filmminuten und verliert schnell an Reiz. Trotzdem ist Izo ein guter Film, wenn auch nicht für Jederman.

7.5/10

Artverwandtes / Für Freunde von:
Zatoichi
Visitor-Q
Hana-Bi

Donnerstag, 4. Februar 2010

Trailer: Tucker and Dale vs. Evil

Man kennt das: eine mehr oder weniger bunt gewürfelte Gruppe Teenager (Cheerleaderin, stumpfer Sport-Stipendiat, subversiver Aussenseiter, etc) unternimmt einen Roadtrip in die hinterletzte Ecke Mittelamerikas oder ist zumindest auf der Durchreise. Dabei trifft sie früher oder später auf die degenerierten Einwohner der finsteren Wälder und menschenfeindlichen Einöde - und die intellektuell zwischen Toast und Ziegel rangierenden Hinterwäldler sähen die verwöhnten Städter natürlich am liebsten direkt am heimischen Fleischerhaken. Et voilá: Fertig ist der Durchschnitt-Slasher. 2006 wurde das Genre schon wunderbar schwarzhumorig und mit ein paar sozialkritischen Anleihen von "Severance" auf die Spitze getrieben, nun setzt die kommende Slasher-Parodie "Tucker & Dale vs. Evil" noch einen drauf: Dort ist die größte Gefahr für die nervigen Jugendlichen nämlich nicht die vertrottelte Landbrut, sondern die eigene Paranoia... Der (recht blutige) Trailer verspricht jedenfalls schon einiges - und selbst wenn im Trailer schon alle guten Szenen gezeigt wurden, was ich nicht hoffe, so hätte "Tucker & Dale vs. Evil" immernoch mehr gute Szenen als der Durchschnitts-Slasher. Trailer ab!

Mittwoch, 3. Februar 2010

Trailer: Einer gegen das Imperium

Mir ist da gerade wieder eine Filmperle in den Sinn gekommen, die zu vergessen viel zu schade wäre: "Einer gegen das Imperium" (orig.: Il mondo di Yor), eine Trashperle sondergleichen. Versucht man zunächst auf der Barbarenfilm-Welle mitzureiten, fiel den Produzenten wohl mitten im Film auf, dass Star Wars doch irgendwie cooler ist und das ganze Ding schwingt komplett um. Eine unbekannte, hochtechnisierte Zivilisation bestehend aus Darth-Vader-Sturmtruppen-Klonen will dem Protagonisten an den Lendenschurz. Logisch, dass der sympathisch-debil dahergrinsende Ken-Verschnitt mit dem toten Tier ungeklärter Herkunft auf dem Kopf - zuvor noch mit der Keule einen Triceratops ausgeknockt - sofort mit nebenbei aufgeklaubten Laserwaffen umzugehen weiss. Hier geht einfach alles und genau SO muss ein italienisches B-Movie auch sein!

Sonntag, 31. Januar 2010

Trailer: King Crab Attack

Weniges, was ich in letzter Zeit an Trailern gesehen habe, passt so gut in die Kategorie WTF wie King Crab Attack. Soweit ich das verstanden habe, ein 7 minütiger Kurzfilm - bei sieben Minuten Laufzeit und Riesenkrabben, das kann ja nur gut sein!



Ps: Mal wieder Dank an Christian und seinen unerschöpflichen Kuriositäten Fundus.

Samstag, 23. Januar 2010

Review: Shaun of the Dead

"Gehiiiiiiirrrrnnn...!!" - unbekannt
Shaun of the Dead
Originaltitel: Shaun of the Dead
GB
Jahr: 2004
Laufzeit: 95 Minuten
FSK 16

Regie: Edgar Wright
Cast: Simon Pegg, Nick Frost, Kate Ashfield

Genre: Horror/Komödie

Plot: Shaun, stramm auf die 30 zugehend, Verkäufer ohne berufliche Perspektive in einem Elektronikfachmarkt und von seinen weit jüngeren Kollegen verlacht, steht kurz vor dem Beziehungs-Aus. Denn seine Freundin ist mit diesem Leben noch weit unzufriedener als er selbst und besonders der Umstand, dass Shaun viel zu oft zur geistigen Zerstreuung ins Winchester, seinem Stammpub, einkehrt und mehr Zeit mit seinem geistig schon mehr als zerstreutem Mitbewohner Ed (obszön & stinkend faul) verbringt als mit ihr, ist der zwischenmenschlichen Harmonie wenig zuträglich. In dieser trostlosen Situation wimmelt es in London plötzlich vor Zombies Untoten, zuvor durch unheilvolle Vorzeichen bereits angekündigt, doch zunächst von Shaun, seinem Alltagstrott blind nachgehend, unbemerkt. Nun gilt es sich selbst und die Liebsten (und die, die man halt leider auch mitnehmen muss) zu retten, der (mittlerweile Ex-)Freundin klarzumachen, dass sich alles ändern wird und den sichersten Ort aufzusuchen, der einem auf die Schnelle in den Kopf kommt: das Winchester...

Spannung: 8/10
Atmosphäre: 7/10
Action: 7/10
Humor: 9/10
Anspruch: 6/10
Unterhaltungswert: 9/10 (mit Bier: 10/10)

Cast: 8/10
Score: 7/10
Screenplay: 8/10
Produktion: 8/10
FX: 6/10
Gore: 6/10
Synchro: ausgezeichnet (furchtbar/schlecht/mäßig/ok/gut/ausgezeichnet)
Mainstream: Jein

Kurzinhalt:
  • Untote, Infizierte und das Wort mit Z: 100% 
  • britischer Humor: 100% 

Bewertung: Eins vorweg: Es ist mir unmöglich, bei diesem Film wirklich neutral zu sein und deshalb versuch ich das auch gar nicht erst. Ich habe „Shaun of the Dead“ mittlerweile mindestens 10-15 mal gesehen und dabei wird es vermutlich auch nicht bleiben. Warum? Weil Shaun of the Dead zu den besten Zombie - Filmen zählt, deren Genre er auf den ersten Blick parodiert. Aber nur auf den ersten, denn in Wirklichkeit ist SotD keine Parodie, sondern eine Hommage an den wohl besten Zombie – Film aller Zeiten, namentlich „Dawn of the Dead“ von 1978, sowie der anderen Werke George A. Romeros. Er zieht dabei die Eigenheiten dieser Filmgattung nicht ins Lächerliche, sondern spielt mit ihnen und ihren Klischees, beachtet dabei aber stets ihre ungeschriebenen Regeln oder führt sie bewusst vor.


SotD wirkt daher nie blödsinnig oder platt, was auch auf den unbestreitbaren Fokus auf die Charaktere und deren Beziehung untereinander, sowie dem unschlagbaren britischen Humor zurückzuführen ist. Während in anderen Produktionen keine Figurenkonstellation zu beliebig und austauschbar, kein Slapstick zu flach und keine Story zu gradlinig ist, ist bei Shaun of the Dead die Liebe zum Genre und zum großen Vorbild in jeder Szene allgegenwärtig. Das dürfte auch der Grund sein, warum sowohl Filmfan Tarantino als auch Romero selbst von SotD überaus angetan waren, Hauptdarsteller Simon Pegg und Regisseur hatten anschliessend sogar einen Cameo Auftritt in Romeros „Land of the Dead“(2005). In diesem spielt im übrigen auch Asia Argento, Tochter des italienischen Meisterregisseurs Dario Argento mit, aber dies nur am Rande.
Auch wenn es bei Shaun of the Dead nicht zimperlich zur Sache geht, hat es der Film, eben im Gegensatz zu einer reinen Parodie, nicht nötig, sich in übertriebener Gewaltdarstellung zu ergehen. Shaun of the Dead ist eigenständig und funktioniert auch auf einer anderen Ebene, der zwischenmenschlichen, besonders die der Beziehung zwischen Shaun und Liz, seiner Freundin/Ex-Freundin. Und nicht zuletzt das ist es auch, was Shaun of the Dead z.B. dem mäßigen, aber erfolgreichen „Zombieland“(2009) vorraus hat.


Fazit: Was soll ich noch sagen: Viel Liebe zum Detail, Romero - Zitate en masse, britische Situationskomik und eine im Genre unerreichte Gagdichte.. ach, was müh ich mir hier einen ab: besser als jeder Film des unsäglichen „Fun Splatter“-Genres, beste Horrorkomödie und einer der besten Zombiefilme aller Zeiten! Insbesondere für den anspruchsvolleren, entsprechend vorgebildeten Filmfreund mit eindeutiger Präferenz zu hirntoten Schlurfern und Schleichern gibt es keinen Weg vorbei an Shaun of the Dead.

10/10

Artverwandtes / Für Freunde von:
Dawn of the Dead
The Return of the Living Dead
Braindead
Re-Animator
Tanz der Teufel 1-3
Land of the Dead

Samstag, 16. Januar 2010

Was ist Teil des Plans?



HOLLYWOOD-FREIER,
EXPLOITATION & SEHENSWERTE FILME BLOG!

[ Naja, zumindest halbwegs (Mainstream-)Hollywood-frei ]

Sonntag, 10. Januar 2010

Mit Dankeschön ins Jahr 2010!

Ich weiss, es ist nicht unverdient, dennoch bin ich doch sehr gerührt:
Danke, Danke, Danke an alle!!

Trailer: Italian Spiderman

Da ich derzeit die ganzen Sachen aus den 60ern und frühen 70ern so super finde, hier ein nicht mehr taufrischer, aber dufter Trailer zu Italian Spiderman mit super Musik! Actione!

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Trailer: Kick Ass

Hab heute zum ersten mal davon gehört und bin so angetan vom Trailer, dass ich den natürlich nicht für mich behalten kann:

Kick Ass Trailer bei firstshowing.net

Absolut sehenswert!